Möchten Sie ungefragt von uns geduzt werden?

Möchten Sie ungefragt von uns geduzt werden?
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Nachdem es im Web seinen Siegeszug angetreten hat, ist das lockere „Du“ auch im geschäftlichen Leben immer weiter auf dem Vormarsch. Lesen Sie hier, warum wir uns dazu entschieden haben, diesem Trend nicht zu folgen - und warum unsere erste Vertrauensmaßnahme, mit der wir unseren Kunden begegnen, immer zuerst das „Sie“ ist und nicht das „Du“.

Das Anrede-Dilemma ist „web-gemacht“

Für manche Unternehmen eskaliert die Frage fast schon zur Glaubensfrage: Sprechen wir unsere Geschäftskunden grundsätzlich mit dem trendigen „Du“ an oder bleiben wir beim traditionellen „Sie“? Für die auffallend geteilten Meinungen werden vor allem das Internet und dessen Social Media Portale verantwortlich gemacht. Die internationale Sprache des Web und seiner sozialen Netzwerke wie Facebook, Twitter oder Google Plus beeinflusst uns nicht nur persönlich, sondern auch die Art, wie in unseren Unternehmen kommuniziert wird. Auch wir als Marketing-Fachleute sind gefordert, immer up to date zu sein in Sachen Kommunikation. Wir machen uns für Sie im Internet stark, stricken virtuelle Kampagnen und versenden täglich viele unzählige Mails - da sind Fettnäpfchen in der Anrede fast schon vorprogrammiert. Aber heißt das, dass wir deswegen zwangsläufig auch auf jeden Zug aufspringen müssen? Ist das höflich-distanzierte „Sie“ wirklich passé?

Das „Sie“ ist für uns ein Zeichen des Respekts

Das Siezen ist bei uns seit dem späten 17. Jahrhundert gebräuchlich. Es ist Teil unserer Sprachkultur und bis heute allgemeine Norm, vor allem im geschäftlichen Bereich. So unterschiedlich wir als Menschen sind, so unterschiedlich verhalten wir uns auch im Geschäftsleben: Der eine Kunde bietet uns sofort das lockere „Du“ an, der andere behält das „Sie“ auch nach etlichen erfolgreichen Jahren der Zusammenarbeit noch bei - nicht jeder mag es eben, geduzt zu werden, schon gar nicht zu Beginn einer Geschäftsbeziehung. Wir meinen: Eine Anrede mit „Sie“ demonstriert für uns als Werbeagentur nicht nur professionelle Distanz, sondern vor allem Höflichkeit und Respekt. Jemanden zu siezen drückt ebenso gegenseitige Wertschätzung und Achtung aus. Und hat viel mit Aufmerksamkeit zu tun: Schließlich braucht es seine Zeit, bis man den anderen, seine Wünsche und Bedürfnisse, richtig einschätzen und schätzen kann – das gilt für unsere geschäftlichen Beziehungen genauso wie für unsere persönlichen.

Alles kann, nichts muss

Die Befürworter des Duzens dagegen sind bereit, die Sicherheit, die das „Sie“ bietet, aufzugeben: Das „Du“, so ihre Argumentation, könne zu flacheren Hierarchien führen, uns demokratischer und gleichberechtigter machen und uns helfen, keine Zeit mit überflüssigem Nachdenken über die verschiedenen Anreden zu verschwenden. Es passe besser in unsere globalisierte Welt, sei international besser verständlich und mache unser Zusammenleben allgemein unkomplizierter und entspannter – eben menschlicher. Wir meinen: Sicher ist an vielen dieser Argumente etwas dran. Dennoch bedeutet das „Sie“ zu bevorzugen, nicht, dass wir etwas gegen das Duzen haben – im Gegenteil: Wenn Sie uns als Kunde von sich aus das „Du“ anbieten, wissen wir, dass Sie uns vertrauen und mit unseren Leistungen zufrieden sind, und duzen gerne zurück. Völlig unabhängig davon respektieren wir aber alle, die lieber beim Siezen bleiben möchten. Denn ob wir uns siezen oder duzen: Es kommt allein auf die Qualität unserer Beziehung an - und die ist im Idealfall auf beiden Seiten von Vertrauen geprägt.

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